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Vom Weinküfer zum Möbelhändler
Schon früh merkt Jens-Christian Mylin, dass er als gelernter Weinküfer in den 50er Jahren keine Familie ernähren kann. So entschließt sich der gebürtige Flensburger mit Möbeln zu handeln. 1955, mit 19 Jahren, macht er sich als ambulanter Händler selbstständig. Mittlerweile lebt er in Heide und hat dort seine zukünftige Frau Lieselotte kennen gelernt.

Altes neu entdeckt
Sind es zunächst neue Möbel, so dauert es nur drei Jahre, bis Jens- Christian Mylin seine Vorliebe für Antiquitäten entdeckt. Ein Däne, den er im Urlaub auf Fünen kennen lernt, wird sein erster Abnehmer. Zu dem antiken Interieur kommen schnell antike Baumaterialien und antike holländische Fliesen aus den Jahren 1780 bis 1850. Sind die begutachteten Fliesen noch älter, ist die Freude groß. Fündig wird der Händler aus Heide auf Bauernhöfen. Hat er dort seine Ware gekauft, wird er Freunden und Verwandten weiterempfohlen. Das Wissen über die neue Ware wächst mit den Jahren.

Kleine Bilder mit groĂźem Aufwand geborgen
Die Fliesen zum Stückpreis zu erwerben, ist kein Problem. Sie allerdings so von den Wänden zu lösen, dass keine zu Bruch geht, ist schwierig. Da die Preise immer für die komplette Wand ausgehandelt werden, trägt der Händler das alleinige Risiko. Flex- oder Schleifmaschinen gibt es noch nicht, Jens-Christian Mylin ist auf Hammer, Meißel und sein Geschick angewiesen. Um den jahrhundertealten Putz zu lösen, reibt er die Fliesen aneinander. Baut er Fliesen aus, muss im Tausch auch mal die Wand tapeziert werden. So kommt es, dass der Händler aus Dithmarschen manchmal bis zu vier Wochen in den Familien lebt und arbeitet. Viele Freundschaften stammen aus dieser Zeit.

Das Sortiment wächst, ein Lager muss her und findet sich in Itzehoe. Das erste Geschäft eröffnet Jens-Christian Mylin 1971 in Keitum. Während der Saison von Mai bis September steht er im Laden, im Winter geht er auf Reisen, um neue Ware einzukaufen. Die Kinder Jens, Susanne und Lars kommen in den 60er Jahren auf die Welt, 1971 wird Finn geboren. Die Familie lebt in Risum-Lindholm, wo 1975 das zweite Geschäft und ein Lager eröffnet werden. 1978 bekommt die Familie wieder Zuwachs. Das fünfte Kind, Björn, wird geboren. Fünf Jahre später wird Pflegesohn Daniel aufgenommen.

Alles auf Anfang
Als 1975 im Risum-Lindholmer Geschäft eingebrochen und der gesamte Bestand gestohlen wird, muss die Familie nochmal von vorn anfangen. Eine Versicherung existiert noch nicht. Erst am nächsten Tag, nach der offiziellen Eröffnung, sollte das Geschäft begutachet werden.

Begeisterung für nordische Kachelöfen
Zur Begeisterung für antike Fliesen gesellt sich in den 80er Jahren die Begeisterung für antike Kachelöfen. Zunächst wird mit Kachelöfen aus Österreich und der Schweiz sowie gusseisernen Öfen aus Deutschland gehandelt. Doch viele der deutschen Öfen sind verheizt, da Holz während des Krieges Mangelware war. Durch Beheizen mit ungeeigneten Materialien haben sich Haarrisse gebildet, die die Kacheln beim Abbauen zerbrechen lassen.

So konzentriert sich der Händler ab 1987 auf den Verkauf von nordischen Kachelöfen. Jens-Christian Mylin hat erkannt, dass skandinavische Kachelöfen mit offenem Feuer beheizt werden können und zudem einen höheren Wirkungsgrad haben. War während der 60er bis 80er Jahre die Nachfrage nach Kaminen groß, so ist sie schon in den 90er Jahren rückläufig. Vor allem, weil Energie immer teurer wird und das Heizen mit einem Kachelofen nicht nur preiswerter ist, sondern auch unabhängiger macht von Energieausfällen.


Weitere Niederlassungen folgen.
So wird 1980 in Westerland das dritte Geschäft eröffnet. 1990 folgt das vierte Geschäft in List. Ab 1993 gibt es auch eine Niederlassung am Glockenturm in Wyk auf Föhr. Sie wird 1999 zugunsten einer schöneren Niederlassung am Südstrand aufgegeben.

2001 wird dann auch endlich die dringend benötigte, 3.000 Quadratmeter große
Lagerhalle in Risum-Lindholm gebaut.

Seit 2007 arbeiten alle Kinder der zweiten Generation im elterlichen Unternehmen. Doch nicht nur das. Auch die dritte Generation ist bereits dabei, die Liebhaber antiker Fliesen, Möbel und Interieurs fachmännisch zu betreuen und zu beraten.
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