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Wie wird der Ofen richtig angezündet?
Beim Anzünden des Brennholzes eignet sich am besten etwas zerknülltes Zeitungspapier oder Grillanzünder in Kombination mit etwas Kleinholz und dünneren Holzscheite, die darauf geschichtet werden. Danach wird der Luftregler an den Schwarzblechtüren in Anzündstellung gebracht bzw. die Luftzufuhr vollständig geöffnet. Die Anzündwürfel bzw. das Zeitungspapier werden dann angesteckt und die Feuerraumtür geschlossen. Ist das Holz vollständig entzündet, werden die Luftregler wieder geschlossen. Nach zirka 20 Minuten Anbrennzeit kann nun der Kachelofen geöffnet geheizt werden. Einem knisternden Feuer wie bei einem offenem Kamin steht nun nichts mehr im Wege. Bei verschlossenen Türen zieht sich der Kachelofen die benötigte Luft durch die Schlitze zwischen Tür und Umrandung.

Wieviel Holz wird gebraucht?
Um Energie zu sparen sollte nur so viel Holz aufgelegt werden, wie der Kachelofen auch benötigt. Daher sollte individuell ausgetestet werden, mit wie viel Holz der Kachelofen seine vollständige Hitze erlangt. Steigern Sie den Bedarf von zwei bis drei Holzscheite auf sechs bis acht über mehrere Brennvorgänge. Wird der Kachelofen so heiß, dass die Hand nur für zwei bis drei Sekunden auf der Kachel ruhen kann, ist er heiß genug. Er kann keine zusätzliche Energie mehr aufnehmen. Neu nachgelegtes Holz würde nun ohne Speicherung von Energie verbrennen – der Wirkungsgrad würde rapide sinken.

Welche Holzarten sind geeignet?
  • Buche: hält lange vor, entwickelt viel Glut, bestes Ofenholz.
  • Esche: ist der Buche gleichzusetzen, ist aber auch seltener.
  • Birke: gutes Kachelofenholz (entwickelt durch ätherische Öle im Holz eine blaue Flamme), brennt schneller ab als Buche.
  • Fichte/ Kiefer: Nadelhölzer neigen durch Harzanteile zu Funkenflug. Nur mit geschlossenen Ofentüren oder mit einem Feuerschutzgitter "Gnistgaller" verwenden. Als Späne gutes Anmachholz.
  • Erle: schnell abgebrannt, wenig nachhaltig, deshalb gutes Sommerholz, wenn es sowieso schon heiß genug ist.
  • Eiche: entwickelt wenig Glut, etwas Funkenflug und wenig Flamme. Brennt aber z.B. im Kachelofen sehr lang. Den Geruch muss man mögen.

Unser Tipp:
Noch mehr Freude hat, wer sein Ofenholz drei bis fünf Tage vorher neben dem Ofen aufrichtet. Dann ist es „zundertrocken“ und besitzt den höchsten Heizwert.